Wissen


Bei der Arbeit mit Flüchtlingen sind nicht zuletzt die formellen, rechtlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. Auf dieser Seite wollen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern verweisen zur vertieften Information auf andere Internetseiten. Das sind zum einen solche der formell zuständigen Einrichtungen des Bundes und des Landes (deren Texte hier zum Teil verwendet werden), zum anderen Internetseiten von Verbänden und Initiativen.

Informationen von Einrichtungen des Bundes und des Landes Hamburg

Informationen über die Situation und Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg finden sich auf der Internetpräsenz der Freien und Hansestadt Hamburg:

www.hamburg.de/fluechtlinge/

Von dieser Seite wird auch umfangreich auf anderen Webseiten verwiesen, die im Zusammenhang mit der Hilfe für geflüchtete Menschen in Hamburg wichtig sind.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF ist in Deutschland zuständig für die Durchführung von Asylverfahren und den Flüchtlingsschutz. Von der Homepage des BAMF können Broschüren heruntergeladen werden, die über das Asylverfahren informieren:

Flyer "Ablauf des deutschen Asylverfahrens"

Ein Ausländer, der sich auf das Asylrecht beruft (Asylbewerber), muss ein Anerkennungsverfahren durchlaufen, das im Asylverfahrensgesetz festgelegt ist. Zuständig für die Durchführung der Asylverfahren aller Asylbewerber ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dieser Flyer informiert Sie über den Ablauf des Asylverfahrens - von der Antragstellung über die Anhörung bis zur Entscheidung. Auch die Folgen der Entscheidungen und die Besonderheiten werden hier thematisiert.

www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Flyer/ablauf-asylverfahren.pdf

Broschüre "Das deutsche Asylverfahren - ausführlich erklärt"

Die Prüfung von Asylanträgen gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Seine Mitarbeiter müssen bewerten, ob einem Asylantragsteller in seinem Herkunftsland Verfolgungsmaßnahmen drohen, die sein Leben oder seine Freiheit bedrohen. Diese Broschüre informiert über einzelne Aspekte des Asylverfahrens und unterstreicht diese mit statistischen Daten. Neben der Darstellung der Zuständigkeiten gibt sie unter anderem Aufschluss über die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung der Asylbewerber, die Entscheidungsfindung, die Verfahrensdauer aber auch über die Entwicklung der Schutzquote und die rechtlichen Folgen der Entscheidung.

www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/das-deutsche-asylverfahren.pdf

Innerhalb der Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg ist die Ausländerabteilung als Zentrale Ausländerbehörde ein Teil des Einwohner-Zentralamtes und zuständig für die aufenthaltsrechtlichen Belange der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Hamburgs, deren Aufenthalt nicht gesichert ist (z.B. Inhaber von Aufenthaltsgestattungen oder Duldungen). Sie befasst sich dabei mit Ausweisungen, Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten und Rückführungsangelegenheiten. Zuständig ist sie auch für die erstmalige Einreise von ausländischen Staatsangehörigen, die für die Einreise ein Visum benötigen.

www.hamburg.de/innenbehoerde/amtsleitung/nofl/109102/auslaenderbehoerde

In Hamburg dient die Zentrale Erstaufnahme (ZEA) der Erstunterbringung von Asylbewerbern und anderen Zuwanderern ohne Bleiberecht. Die Zuständigkeit für die ZEA liegt bei der Behörde für Inneres und Sport. Seit Juni 2014 befindet sich die Anlaufstelle der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Harburg. Dort wird dem Antragsteller nach einem bundesweiten Verteilungsschlüssel mitgeteilt, welche Außenstelle des Bundesamtes im Bundesgebiet für die Entgegennahme des Asylantrages zuständig ist.

Sollte der Flüchtling einem anderen Bundesland zugewiesen werden, erhält er von der Anlaufstelle der Erstaufnahmeeinrichtung eine Fahrkarte zur Fahrt an den entsprechenden Ort. Für die Entscheidung über den Asylantrag ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg zuständig.

Erfolgt eine Zuweisung für die Dauer des Asylverfahrens nach Hamburg und benötigt der Asylbewerber eine Unterkunft, wird er in den Einrichtungen der Zentralen Erstaufnahme untergebracht. Bis Anfang 2012 hielt Hamburg 270 Plätze in der Zentralen Erstaufnahme vor, von denen sich 200 Plätze in der Einrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Nostorf /Horst und 70 Plätze in der bisherigen Anlaufstelle in der Sportallee befanden.

Die Zahl der Flüchtlinge, die von Hamburg aufgenommen und untergebracht werden müssen, hat sich seitdem vervielfacht, die Kapazität der Zentralen Erstaufnahme wurde ebenfalls mehrfach erhöht.

www.hamburg.de/innenbehoerde/zugang/109140/zea/

Informationen von Initiativen

Umfangreiche Informationen sind auf der Webseite von PRO ASYL verfügbar. PRO ASYL ist eine unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als 25 Jahren für die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt.

www.proasyl.de

 

Im Juli 2016 haben das Freiwilligen Zentrum Hamburg und der Caritasverband für Hamburg einen Ratgeber für das Ehrenamt vorgelegt mit dem Titel "Flüchtlinge in Hamburg - Tipps und Informationen für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer". Die Broschüre liefert zu vielerlei Themen, z.B. Wohnung, Sprachförderung, Gesundheit, Zugang zum Arbeitsmarkt, Freizeit und Mobilität hamburgspezifische Hintergrundinformationen und nennt auch entsprechende Ansprechpartner. Die Broschüre findet sich auf der Internetseite der Caritas.

 

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein hat eine Handreichung für Flüchtlingsinitiativen erstellt "Flüchtlingshilfe konkret - Hinweise und Wissenswertes für die ehren- und hauptamtliche Unterstützung von Flüchtlingen." Behandelt werden u.a. die Themen Asylverfahren, Dublin Vereinbarung und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein.

www.frsh.de/fileadmin/pdf/Material-Publikationen/handreichung-fluechtlingshilfe-final-2015-1-15.pdf

Eine Sammlung flüchtlings-relevanter Orte, Adressen, Links, etc. für Flüchtlinge und deren HelferInnen hat das Flüchtlings-Netzwerk Hamburg erstellt

www.fluechtlingsnetzwerkhamburg.de.tl

Refugee Law Clinic

Die Law Clinic ist eine Kooperation der Bucerius Law School und der Diakonie Hamburg. Sie wurde von dem Integrationszentrum Hamburg-Nord der Diakonie und Studenten der Hochschule ins Leben gerufen. Ehrenamtlich beraten 22 Hamburger Rechtsanwälte gemeinsam mit etwa 60 Studierenden der Bucerius Law School Hilfesuchende von verschiedenen Beratungseinrichtungen der Diakonie in Rechtsangelegenheiten.

www.law-school.de/deutsch/lehre-forschung/law-clinic/

Flüchtlingszentrum Hamburg

Die Zentrale Information und Beratung für Flüchtlinge gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft der Arbeiterwohlfahrt, des Caritas-Verbandes und des Deutschen Roten Kreuzes. Das Beraterteam des Flüchtlingszentrums wendet sich mit seinen Angeboten an Flüchtlinge, Asylbewerber und Menschen mit ungesichertem Aufenthalt in Hamburg.

www.fz-hh.de

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge

Aktuell können Flüchtlinge drei Monate nach ihrer Erstregistrierung eine Arbeit aufnehmen, allerdings gilt bis zu 15 Monate lang die so genannte Vorrangprüfung. Möchte ein Flüchtling eine Arbeitsstelle antreten, prüft die Bundesagentur für Arbeit zunächst, ob der Arbeitsplatz nicht auch von einem deutschen Staatsangehörigen oder einem EU-Bürger besetzt werden kann.

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie weiteren Partnern hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration das Projekt W.I.R - work & integration for refugees entwickelt. Die Anlaufstelle bietet für Flüchtlinge eine umfangreiche Beratung, Betreuung und Unterstützung an mit dem Ziel, sie möglichst schnell in Ausbildung, Studium und Beschäftigung zu integrieren.

Weitere Informationen über die Webseite des Projekts W.I.R - Vermittlung von Flüchtlingen Hamburg

Auf dem Informationsportal für ausländische Berufsqualifikation findet sich eine Grafik für Unternehmen zur Kompetenzfeststellung und Anerkennung von beruflichen Qualifikationen bei Flüchtlingen.

Das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat ein Positionspapier " Wege zur Integration von jungen Geflüchteten in die berufliche Bildung - Stärken der dualen Berufsausbildung in Deutschland nutzen" vorgelegt. In 10 Kernpunkten wird fokussiert wie es gelingen kann, jungen Geflüchteten ausgehend von ihren Potenzialen den Zugang in eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen und sie in ihrem Verlauf zu unterstützen.

Die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V. (GGUA Flüchtlingshilfe) hat ein sehr informatioves Papier "Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge mit Duldung und Aufenthaltsgestattung" erstellt.

www.ggua.de/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/arbeitsmarktzugang20142.pdf

Beim Forum Flüchtlingshilfe am 23.09.2016 auf kampnagel fand ein Dialogforum Integration in Ausbildung und Arbeit statt; dort gibt es ein FAQ-Papier zu Fragen wie "Wer darf arbeiten?" etc.

Hamburger Flüchtlingsfonds e.V.

Die Durchsetzung der eigenen Rechte ist für Flüchtlinge ohne professionellen Rechtsbeistand in der Regel nicht möglich. Der Hamburger Flüchtlingsfonds e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Flüchtlinge und MigranteInnen bei der Durchsetzung und der Verteidigung eines sicheren Aufenthalts zu unterstützen, indem er ihnen einen qualifizierten juristischen Beistand ermöglicht.

www.fluechtlingsfonds.de

MIMI - Gesundheitsprojekt mit Migranten für Migranten

Muttersprachliche Informationsveranstaltungen zum deutschen Gesundheitssystem in Flüchtlingsunterkünften
Gruppenangebote in Billstedt-Horn
Muttersprachliche Unterstützung
MIMI Hamburg, c/o Werkstatt Drei, Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Tel. 419 14 223, E-Mail: info@mimi-hamburg.de

www.mimi-hamburg.de

Krank ohne Papiere - Medizinische Hilfe für Illegale

MEDI BÜRO HAMBURG
Hospitalstr. 109, 22767 Hamburg, Tel. 040 - 238 558 322, E-Mail: info@medibuero-hamburg.org

www.medibuero-hamburg.org

Ankömmlinge

Ankömmlinge bietet Menschen, die aus ihren Ländern flüchten mussten, eine Plattform, in der sie gefördert und betreut werden. Diese gezielte Förderung erfolgt durch Vertrauenspersonen, die den gleichen Lebensweg bestreiten mussten. Bisher besteht eine Facebook-Gruppe; eine Internetseite ist in Vorbereitung.

www.facebook.com/ankoemmlinge

www.ankoemmlinge.de/